Psalm 37,24

„Fällt er, so stürzt er doch nicht, denn der Herr hält ihn fest an der Hand.”

 

Photo by Jonathan Ouimet, Unsplash








Endlich Ferien!!! Warum in die Ferne schweifen, sieh, das Gute und Interessante liegt so nah! Lust auf einen Ausflug in die Nähe? Ich empfehle eine kleine Runde bei den Felsengärten in Hessigheim. Dort kann man vorsichtig auf ein paar Kletterer am Felsen hinabschauen und über Psalm 37,24 meditieren.

Ich nahm an einem Kletterkurs teil. Mit Angst und Bangen sah ich meinem ersten Klettersteig entgegen. Vor den wackeligen Drahtseilen hatte ich gewaltigen Respekt. Von Mut weit und breit keine Spur. Gott sei Dank bekam ich an diesem Tag einen hilfreichen Zuspruch mit Judas 24, als ich die Tageslosung las. „Dem, der euch vor dem Straucheln behüten kann und euch untadelig stellen kann vor das Angesicht seiner Herrlichkeit mit Freuden ...“ Judas hatte beim Verfassen dieser guten Worte sicher keine Kletterpartien im Kopf. Ich nahm sie aber für meine Herausforderung als Ermutigung an. Es war für mich eine gewaltige Zusage an diesem Tag. Damit habe ich es gewagt und geschafft!
Später kam ich in’s Nachdenken. Wie ist das in unserem Leben mit dem Straucheln? Tun wir’s oder nicht?
Beim Klettern ist es keine Frage. Man hat einen Sitzgurt an und ist durch das Seil mit dem Sicherungspartner verbunden. Der greift ein wenn es nötig wird und hält mich sicher dort oben. Es gibt also trotz Ausrutschern, Fehlern oder Unaufmerksamkeiten kein Herunterfallen. Das Seil hält einen sicher.
Wie ist das mit dem Straucheln und Ausrutschen in unserem Leben? Gibt es keine Fehltritte mehr? Kein Erliegen einer Versuchung? Keine Lieblosigkeit oder Hartherzigkeit?
Ich denke jeder von uns kann bezeugen, dass es Ausrutscher gibt.
Von David lernte ich eine Lektion in Ps 37,24 „Fällt er, so stürzt er doch nicht, denn der Herr hält ihn fest an der Hand.“ Das ist unsere Chance! Diese Gewissheit, von der David und Judas sprechen gründet sich nicht auf uns Menschen, sondern auf Gott. Es liegt nicht an mir und meinem Können oder geringen Kräften dass ich nicht herunterfalle. Es ist das Seil, das mich hält wenn es notwendig wird. Es ist mein Herr, der mich bewahrt. Es ist ein gehalten werden!
Und daher die Sicherheit! Zu Zeiten wo ich gut allein vorwärts komme und wenn’s brenzlig wird erst recht. Und gerade dann merke ich es, spüre es, mache die Erfahrung – das Seil/Jesus hält. Gott kann vor dem Straucheln behüten und bewahren.

Gute Erfahrungen mit diesem von Gott-Gehalten-sein wünscht Sandra Milejski