„Der Birkenkopf (obere Bildmitte); Betrachtung vom Eugenplatz; der linke Höhenzug ist der Hasenberg (Quelle: Stephan Klage, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19490309)

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. (2. Korinther 5,19)

Im Stadtgebiet von Stuttgart ist ein über 500 Meter hoher mit Rasen und Bäumen bepflanzter Hügel. Er ist der höchste Punkt im inneren Stadtgebiet und ragt fast 300 Meter über das Niveau des Neckars. Der Birkenkopf bei Stuttgart wird von den Schwaben liebevoll „Monte Scherbelino“ genannt.

Zwischen 1953 und 1957 wuchs der Berg um rund 40 Meter, da auf seiner Anhöhe über 1,5 Millionen Kubikmeter Trümmer und Scherben aus dem Zweiten Weltkrieg abgelagert wurden, der in den Bombennächten des „Luftkriegs“ entstanden war.

Die Bewohner der Stadt wollten nach dem Bombenterror durch die Alliierten die Stadt wieder neu aufbauen. In Wagen und Karren fuhr man damals den Schutt hinauf auf diesen Hügel, damit der Wiederaufbau beginnen konnte. Auf dem Gipfel sind heute noch viele Fassadenreste zerstörter Gebäude zu erkennen.

Zum Glück gibt es auch für uns Menschen so einen Hügel, wohin wir die Trümmer und Scherben unseres Lebens bringen und dann wieder neu anfangen können. Es ist der Hügel Golgatha vor der Stadt Jerusalem. Das Kreuz Jesu ist der Ort, an dem wir alles abladen können, der „Scherbelino“ für die ganze Menschheit. Die Sünden, die wir dort unter seinem Kreuz abladen, sind wirklich verborgen und vergeben. Darauf kann man ganz neu beginnen.

Freundliche Grüße und Segenswünsche,
Carsten Buhr