Vor einem Konzert werden die Instrumente gestimmt. Dabei orientiert man sich an dem sogenannten „Kammerton A“ mit 440 Hertz. Ohne dieses Stimmen der Instrumente mögen die einzelnen Musiker noch so virtuos spielen – zusammen mit den anderen wird es immer schief klingen. Besonders empfindlich sind die Saiteninstrumente, die immer mal wieder eine Nachstimmung brauchen.

Ähnlich ist es mit unserem Herzen. Es kann durch äußere Einflüsse oder innere Gefühlsschwankungen nur allzu leicht „verstimmt“ werden. Wir leben dann nicht mehr in Harmonie mit uns selbst. Manchmal verlieren wir die Wahrheit aus dem Auge, dass wir geliebte Kinder des Vaters sind. Dann brauchen auch unsere Herzenssaiten wieder eine Einstimmung auf den Ton „A“.
Der Vater im Himmel will uns immer wieder die vielfältige Melodie seiner Liebe in unser Herz legen. Er möchte mit uns in „Ein-Klang“ sein.
Der große Prophet Elia im Alten Testament hat gewaltige Wunder und Gottesbeweise erlebt. Gott aber zeigte ihm, dass er vor allem auf den „Ton A“ im Leben hören sollte:

Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben. 12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. 13 Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm … (1. Könige 19,11-13)

Im Alltag kann man auf unterschiedliche Weise diesen Ton A „hören“: im Vogelgezwitscher oder Kinderlachen, in einem berührenden Lied, in einer liebevollen Begegnung. Auch in einem Bibelwort oder in der Stille der Natur. Mit offenen Ohren kann man überall den Ton A hören und sein Herz immer wieder neu auf die richtige Frequenz einstellen.

Herzliche Grüße
Carsten Buhr